Migrations-Szenarien – Redirect & 404 Manager
Migrations-Szenarien
Redirect & 404 Manager arbeitet pfadgenau: Es gibt keine Wildcards und keine regulären Ausdrücke. Jede Weiterleitung gilt für genau einen Quell-Pfad. Das ist bei vielen URL-Änderungen etwas mehr Aufwand als eine Muster-Regel, macht das Verhalten dafür aber vorhersehbar und ausschließt Fehltreffer. Die folgenden Szenarien zeigen, wie Sie in der Praxis vorgehen.
Shopware-5-nach-6-Migration
Beim Wechsel von Shopware 5 auf Shopware 6 ändern sich SEO-URLs häufig durch das neue URL-Schema. Beispiel:
- Alt:
/alte-kategorie/alter-artikel.html - Neu:
/alte-kategorie/alter-artikel
Legen Sie für jede bekannte alte URL, die weiterhin extern verlinkt ist (Google-Index, Backlinks, Lesezeichen von Kunden), eine 301-Weiterleitung auf die neue Shopware-6-URL an.
Produkt umbenannt / SEO-URL geändert
Ändern Sie den Namen eines Produkts und damit dessen SEO-URL, z. B. von /herren-sneaker-schwarz zu /herren-sneaker-classic-schwarz, legt Shopware selbst keine automatische Weiterleitung an. Legen Sie manuell eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue URL an, bevor Sie die Änderung veröffentlichen.
Kategorie umstrukturiert
Verschieben Sie eine Kategorie im Kategoriebaum oder benennen Sie sie um, ändert sich meist auch ihre URL, z. B. von /damen/schuhe zu /damen/sneaker. Da alle darunterliegenden Produkt-URLs ebenfalls von der Kategorie-URL abhängen können, prüfen Sie in diesem Fall besonders sorgfältig das 404-Log nach der Umstellung, um keine betroffene URL zu übersehen.
Relaunch von einem anderen Shopsystem
Bei einem kompletten Relaunch, z. B. von WooCommerce, Magento oder einem individuellen System, unterscheidet sich das URL-Schema meist grundlegend. Gehen Sie so vor:
- Vor dem Relaunch die wichtigsten alten URLs aus Google Search Console oder dem alten System exportieren
- Für die URLs mit dem meisten Traffic vorab Weiterleitungen anlegen
- Nach dem Relaunch laufend das 404-Log beobachten und mit Fix aus 404 nachziehen
Kampagnen-Kurzlinks
Für Marketing-Kampagnen können Sie kurze, einprägsame Pfade als Weiterleitung anlegen, z. B. /sommer26 → https://www.ihr-shop.de/aktion/sommer-sale-2026. Nutzen Sie dafür Typ 302, solange die Kampagne läuft und der Kurzlink nach Kampagnenende ggf. wieder frei werden soll – siehe Statuscodes.
Bei sehr vielen URLs: das 404-Log als Datenquelle nutzen
Da es keine Wildcard-Regeln gibt, lohnt sich bei größeren Migrationen mit hunderten betroffenen URLs folgender Ansatz: Nicht versuchen, im Voraus jede denkbare alte URL zu erraten, sondern das 404-Log einige Tage bis Wochen laufen lassen und die Weiterleitungen gezielt für die URLs anlegen, die tatsächlich aufgerufen werden. Das deckt in der Praxis die Fälle mit dem größten Nutzen zuerst ab – siehe Fix aus 404.
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